Was Du dafür brauchst
PowerRename gehört zu Microsoft PowerToys. Installiere PowerToys über eine offizielle Microsoft-Quelle und prüfe, ob PowerRename aktiviert ist. Danach kannst Du Dateien im Explorer markieren und über das Kontextmenü Mit PowerRename umbenennen öffnen. Unter Windows 11 kann der Eintrag in „Weitere Optionen anzeigen“ liegen.
Beispiel: IMG_ durch Urlaub_ ersetzen
- Kopiere drei Testfotos in einen neuen Ordner.
- Markiere
IMG_001.jpg,IMG_002.jpgundIMG_003.jpg. - Öffne PowerRename aus dem Kontextmenü.
- Gib bei Suchen nach
IMG_und bei Ersetzen durchUrlaub_ein. - Wähle die Option, nur den Dateinamen zu bearbeiten, wenn die Endung unangetastet bleiben soll.
- Prüfe in der Vorschau:
Urlaub_001.jpg,Urlaub_002.jpg,Urlaub_003.jpg. - Bestätige erst, wenn jede Zeile passt.
PowerRename bietet unter anderem Optionen für Groß-/Kleinschreibung, erstes oder jedes Vorkommen, Dateien/Ordner und Unterordner. Prüfe diese Schalter bei jedem neuen Auftrag – eine alte Einstellung kann das Ergebnis verändern.
Nummerierung
Die Microsoft-Dokumentation beschreibt Zähler in der Ersetzung, beispielsweise ${padding=3;start=1}. Damit lassen sich fortlaufende Nummern mit drei Stellen und Startwert 1 erzeugen. Setze einen Zähler nur dort ein, wo er im Zielnamen stehen soll, und kontrolliere die Verarbeitungsreihenfolge in der Vorschau. Für die Planung des Schemas hilft Dateien nummerieren.
Regex und Metadaten
Mit aktivierter Regex-Option behandelt PowerRename den Suchtext als Muster. Gruppen kannst Du in der Ersetzung wiederverwenden. Probiere eine Regel vorab im Regex-Spielplatz und prüfe sie anschließend erneut in PowerRename, weil Optionen und unterstützte Syntax abweichen können.
Microsoft dokumentiert auch Platzhalter für das Dateierstellungsdatum und für Foto-Metadaten wie EXIF-Aufnahmedatum. Ein vorhandenes Aufnahmedatum ist nicht garantiert; lies dazu Fotos nach EXIF umbenennen.
Wenn die Vorschau nicht stimmt
- Keine Änderung sichtbar: Kommt der Suchtext wirklich vor? Stimmen Groß-/Kleinschreibung, Filter und Auswahl?
- Endungen ändern sich: Stelle die Bearbeitung auf „Dateiname“ statt auf die komplette Zeichenfolge um.
- Zu viele Treffer: Prüfe die Option für erstes oder alle Vorkommen und aktiviere bei Bedarf Regex-Anker.
- Konflikte: Wähle eindeutige Zielnamen und prüfe Dateien, die bereits im Ordner liegen.
Für wenige Dateien kann F2 im Explorer schneller sein. Bei wiederkehrenden automatisierten Jobs kann PowerShell oder eine spezialisierte Anwendung passen. Die aktuelle PowerRename-Dokumentation ist die maßgebliche Referenz für versionsabhängige Optionen.